Viele Dinge bei bestem Wetter (meistens zumindest)

Obwohl wir regelmäßig aufräumen und eigentlich ja auch im Keller genügend Platz sein sollte, versinkt die Garage und/ oder der Aufenthaltsraum immer mal wieder im Chaos und man findet nichts mehr – „wo ist eigentlich XXX?“, „Hast du XXX gesehen?“ oder „ist XXX oben oder unten?“ sind sehr häufige Fragen. Damit wir wieder mehr Platz bekommen, haben wir die Elektrokabel im schönsten Sonnenschein auf der Terrasse abgemantelt. Außerdem haben wir 105 Kilo Kupfer zum Schrotti gebracht und zum ersten Mal Geld bekommen (juhu!).

Letzte Woche konnten wir im Heizungsraum die Abmauerung zu den Öltanks abreißen. Außerdem wurde die Heizung abgeholt und die freigewordene Wand wurde für den neuen Zählerkasten und weitere Technik vorbereitet: Lukas hat alle Löcher zugespachtelt, die Wand abgeschliffen und zusammen haben wir dann die Wand grundiert und (mehr oder weniger gut) verputzt. Gar nicht so einfach eine vorher schon buckelige Wand gerade zu bekommen. Insgesamt wird sichs aber trotzdem lohnen den Raum einmal hübsch zu machen bevor dann wieder verschiedene Dinge an den Wänden angebracht wird. Nächste Woche werden die Öltanks noch ausgebaut. Dann ist der Raum komplett leer, die drei weiteren Wände können ebenfalls nochmal verputzt werden und der Raum bekommt einen frischen Anstrich. Dann ist der Plan in diesem Raum zukünftig auch das Werkzeug zu lagern. Im Moment ist es ein wenig nervig daran zu kommen, weil im Aufenthaltsraum auch noch die große Bierzeltgarnitur davor steht. Es gibt also nochmal eine Umzugsaktion, aber dann sollte es hoffentlich so passen und dort bleiben.

Aber nicht nur im Keller hat sich was getan: wir haben begonnen die Löcher für die Steckdose, Lichtschalter, Thermostate und Rollladensteuerungen anzuzeichnen. Problematisch: manche Wände fehlen ja noch bzw. wird im Bereich der Schornsteine ja nochmal was weggenommen an Wänden, sodass wir erstmal nur einen kleinen Teil angehen konnten. Auch wenn wir im Kopf großzügig geplant haben, wo und wie viele Steckdosen angebracht werden sollen, lagen wir doch immer unter der „Empfehlung“, wie viele man pro Raum installieren soll. Wir wissen aber nicht, wofür man SO VIELE gebrauchen soll…
Zum Glück ist Karsamstag ein Werktag und wir konnten gestern die Löcher mit einer Bohrkrone setzen und anfangen Schlitze zu fräßen. Endlich wieder Bauschutt und Staub!
An manchen Stellen saß auch schonmal eine Steckdose oder Lichtschalter. Damit es nachher aber ordentlich ist, mussten diese Löcher mit Reparaturmörtel verschlossen werden. Wenn alles ausgehärtet ist, kann es da dann nächste Woche mit weitergehen.

Um das „Problem“ der fehlenden Wände so langsam mal anzugehen, haben wir damit angefangen, die Türöffnung zu unserem Wohnzimmer zuzumauern. Hoffentlich bereuen wir das nicht bald, denn das sorgt ja dafür, dass man jetzt einen längeren Weg von da aus in den Keller oder ins Obergeschoss hat. Aber irgendwann mussten wir damit ja damit mal loslegen.

Die Kellertür hat zuletzt eigentlich auch nur noch gestört, wenn es kalt wird, ist es eigentlich im ganzen Haus kalt, also hat die Tür wirklich keinen Nutzen mehr und ist gestern rausgeflogen:

Endlich mal ein Beweisfoto, dass ich auch wirklich mit anpacke.

Bis das Gerüst am 8./9.5. aufgebaut wird, mauern wir fleißig weiter, fräßen Schlitze, füllen den nächsten Bauschuttcontainer und machen den neuen Technikraum flott. Dann wird’s ernst und wir können die alten Rollladen ausbauen, die Stürze entfernen, Fenster ausbauen, an manchen Stellen die Fensteröffnungen anpassen und generell für den Einbau der Fenster vorbereiten. Wir sind gespannt, wie das klappt und freuen uns schon sehr auf die großen Veränderungen im Mai.

Kleinere Projekte und ein ganz großes…

In den letzten Wochen gab es viele kleinere To dos: wir haben alle Wasserleitungen und -rohre entfernt. Unsere fleißigen Helfer haben sich außerdem den noch in den Wänden befindlichen Elektroleitungen angenommen. So langsam bekommen wir im Keller ein Platzproblem und müssen dringend den Schrott, für den wir noch Geld bekommen werden, wegfahren. Das steht in nächster Zeit auf jeden Fall auf dem Zettel. Seit gestern befindet sich auch die demontierte Heizung in der Garage. Auch wenn sie nur von einem Raum in den nächsten musste – zu zweit war das ganz schön sportlich. Die extra für den Transport gekauften Rollbretter haben die Aktion nicht überlebt.

Die entstandenen Löcher in Decken/ Böden hat Lukas wieder schön verschlossen und nur noch da, wo wir sie brauchen können, sind sie noch vorhanden.

Die Badplanung im Dachgeschoss ist ein gutes Stückchen weiter. Mit den Schrägen, dem Schornstein, der noch rausfliegt und generell auf kleinem Platz zu planen, braucht unfassbare Vorstellungskraft. Jetzt haben wir aber eine grobe Vorstellung und können das bei dem Legen der Wasser- und Abwasserleitungen/ rohre einplanen.

Das größte Projekt hat dann am 29.03. stattgefunden: Mission Balkonabriss. Mit einem Kernlochbohrgerät wurde erst der Balkon von der Außenwand abgetrennt und dann konnten stückchenweise größere und kleinere Platten mit der Motorflex abgeschnitten werden. Auch wenn der Balkon nur 5 Meter lang war und sich die Erklärung sicherlich „kurz und knapp“ liest, hat die ganze Sache insgesamt 9 Stunden gedauert. Bis auf zwei kleine Beschädigungen am Rollladenkasten im Erdgeschoss ist alles ohne Probleme verlaufen. Beim Abschneiden der letzten großen Platte hat sich diese nicht zunächst nicht komplett abgetrennt, da sie noch von Eisenstreben an der Fassade gehalten wurde und dann einfach umgeklappt ist und mit der Wucht unten gegen die Außenwand gedonnert.

An zwei Abenden haben wir dann die großen Platten kleingeschnitten und in die Hofeinfahrt getragen, weil sie da am ehesten nicht im Weg sind. Auch beim Bauschutt haben wir so langsam Platzprobleme und schon einige Planen vollgelegt bzw. größere Mörtelkästen befüllt. Im Mai, wenn auch die Schornsteine abgerissen werden, kommt der nächste Container und wir können wieder Ordnung schaffen.

Einige Impressionen vom Balkonabriss gibt’s hier:

Im März war Lukas 43 Arbeitsstunden im Einsatz, ich 40. Mal sehen wie viel im April zustande kommt, aber im Mai stehen zwei Wochen Urlaub an für Dach- und Fenstertausch, da setzen wir sicherlich einen neuen Rekord.

Ansonsten konnten wir uns gestern auch über einen blühenden Kirschbaum freuen. Der schöne Garten motiviert auf jeden Fall, weil man sich freut, sich irgendwann jeden Tag dort aufhalten zu können.